Ich trag die Wasser ferner Meere.
Mai 26th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar
Ich
hab wunderbaren Besuch aus der Heimat,
Hamburg zeigt sich dazu von der schönsten Sonnenseite.
Wir laufen gefühlte 120km in 2 Tagen,
ich feiere das erste Mal seit langem ein Wiedersehen mit meiner Höhenangst,
sitzen am Hafen und lauschen den Sonnenuntergängen
und schwelgen lachend gemeinsam in 10 Jahren gemeinsamer Vergangenheit.




Zeitgleich stirbt plötzlich überraschender als erwartet
die Mutter meines engsten Freundes
und mir begegnet man seit der Heimkehr mit einer unsortierbaren Distanz.
Ich müsste lügen, wenn ich behaupte diese 2 Dinge würden nicht ein Gefühl von Angst gepaart mit untröstlicher Traurigkeit in mir auslösen.
Willentlich nicht steuerbare Situationen,
die einem wie Sand durch die Finger rinnen.
Und je mehr man das Bedürfnis hat etwas zu sagen,
desto mehr verlässt einen der Mut dazu.
Aber dem inneren Drang nachzugeben Nachts um 02:00 Uhr aufzustehen
und zu flüchten wäre wohl auch keine Lösungsmöglichkeit.
running home.
Mai 6th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Wenn ich in 19 Tagen nicht mehr jede Sekunde zählen muss,
werde ich trotzdem mit Vorfreude die nachfolgenden Kalenderblätter abreißen.
Ich vermute grosses Kino.
Unter freiem Himmel -hoffentlich regenfrei- und mit Sternen am Himmel.
Fakt:
der Hund findet das auch gut, Mary ist scheinbar die Schlampe im Haus
und ich hab jetzt zur Sehnsucht auch noch Fernweh nach Paris.
Ein kleines Sommermärchen.
Mai 3rd, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar







// Spielbudenplatz| Reeperbahn
Hamburg-München-Hamburg.
April 23rd, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar





Einmal Bayern und zurück binnen 40 Stunden:
Ein standesgemäßes Bier Mittags auf dem Viktualienmarkt.
Ein wunderschöner Abend mit den Liebsten.
Der Mann kauft 2 Hosen, ich 5 Kästen Bier.
800 km quer durch Deutschland via Autobahn zurück.
Ein Action-Wochenende der anderen Art.
♥
Für das Logbuch:
April 17th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

ab dem heutigen Tag offiziell & eingetragen ein Hamburg-Mitte Mädchen.
Und sonst ?

Der weiß-blaue Himmel ruft.
Stellt schon mal das Bier kalt, schmiert die Brezn und rollt die Würste.
Reeperbahn im Quergang.
April 2nd, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar
St. Pauli-Leben ist,
wenn du an einem Sonntagabend auf dem 5 Minuten Weg nach Hause
aus der Haustür deines Mannes auf die Reeperbahn trittst,
einem Kotzefleck und 3 Hundehaufen ausweichst,
2 Hauseingänge weiter dem versöhnten |Exfikker| fröhlich winkst,
während er gerade auf dem Heimweg mit 2 Nutten schnackt
und du, dank einem unerklärlich schmerzenden Steissbein,
2 vierspurige Strassen überquerst,mit einem Gangbild,
als hätte man das ganze Wochenende nicht anderes getan,
als ebengleiches penetriert.
So ist das hier. Geile Meile. Klischees muss man erhalten.
Wer klebt mir jetzt ein ABC-Pflaster auf den Arsch und füttert mich mit Ibuprofen?
Proudly presenting:
März 16th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar
Der/die/das Frühling.

Ich atme tief durch.
Von Maklerhaien & Kifferkommunen.
Februar 26th, 2012 § 2 Kommentare
Die
Wohnungssuche in Hamburg ist so eine Angelegenheit,
eigentlich eine bekannterweise meist sehr delikate.
Zu wenig vorhandener Wohnraum,
überdurchschnittliche Mietpreise
für teils unterdurchschnittliche schauderhafte Wohnqualität
und mit zusätzlich exorbitanten Courtageforderungen.
Es ist keine Seltenheit,
dass man sich bei öffentlichen Wohnungsbesichtigungen,
mit 100 anderen durch ein paar Quadratmeter quetscht.
Man legt mehr Daten brach als bei Facebook,
füllt Zettel um Zettel aus,
hinterlässt Einkommensbescheide,
im besten Fall weder Hunde- noch Kinderhaare,
und hofft auf GutGlück! bleibt trotzdem eine Nummer von vielen.
Gesichterter Arbeitsplatz, durchschnittliches Gehalt,
kein Kind/Hund, keine offensichtlichen psychischen Defizite normal.
Wie soll man sich auch gross abheben ohne unangenehm aufzufallen.
Möchte man nicht gerade in Stadtteile ziehen die
a) am Arsch der Zeit vorbei liegen
b) im Besitz von HSV-Fans sind
oder c) Frauen, alleine, bei Einbruch der Dunkelheit
mindestens über einen Selbstverteidigungskurs
für Fortgeschrittene verfügen sollten,
so bleibt nichts anderes als sich auf eine langwierige,
nervenzehrende Suche einzustellen.
Einfacher wird es sucht man nur ein Zimmer.
Eine WG! dachte ich & über meinem Kopf tat sich eine Glühbirne auf.
So hatte man jetzt auch nur 20qm und überhaupt:
wolle man nicht einmal im Leben so cool sein,
in einer dreckig siffigen WG-Küche sitzen
und mit Halbstarken über den Sinn des Lebens philosophieren?!
Noch den Enkeln von wilden Geschichten erzählen?!
Morgens an der Kaffeemaschine
den nackten 1-Night-Stands deiner Mitbewohner begegnen
und Milch im Gemeinschaftskühlschrank zu Joghurt züchten?!
To be hipsterlike, das war der Plan.
Im Idealfall in Kombination mit männlichen Mitbewohnern,
der Einfachheit und des mangelnden Zickenkriegs wegen.
Zentral, dem Lebensmittelpunkt bevorzugt St.Pauli
und nicht über 450,- per Monat.
Direkt nach der |Ankunft auf heimischen Boden| begann das Projekt:
Suche WG-Platz, biete meine Wenigkeit.
Immerhin gab es einen Mietvertrag der zum 31.03. ausläuft
und die Zeit war -in Anbetracht der Suche nach nur einem Zimmer- gut,
aber dennoch fast schon knapp bemessen.
Nach knapp einer Woche und 3 Nachrichten
in einem Zimmergesucht-Portal in den Welten des Internetz:
2 fixe Besuchstermine.
1. Besichtigung.
Ein Mann knapp 40 sucht Mitbewohner.
2er-WG, zwischen Schulterblatt und St.Pauli, 16qm, 380,- warm.
16qm sind doch grösser als gedacht denke ich,
nachdem ich inmitten eines leeren Zimmers stehe.
Der Wohnungsinhaber wirkt leicht eingeschüchtert,
er hat mich nachgeordert.
‘Eigentlich wollte ich mich schon entscheiden,
aber die Art wie du mich angeschrieben hast,
hatte mein Interesse geweckt.’ sagt er,
als er mich in die Küche führt.
Eine Küche die im Durchschnitt dem entspricht,
wie man sich eine Männer-Single-Küche vorstellt:
kaum als solche erkennbar.
Er erzählt kurz über die Wohngegend und erwähnt,
dass es am Wochenende teils etwas lauter werden könnte
-die Wohnung liegt in einer direkten Verbindungsstrasse
zwischen Kiez & Schanze,
den 2 großen Ausgehvierteln Hamburgs-
‘Kein Problem…’ sage ich,
‘…mein Freund wohnt nahezu auf der Reeperbahn,
ein wildes nächtliches Treiben ist mit somit vertraut.’
Ich ahnen bei dem Wort Freund
eine leichte Enttäuschung in seinem Gesicht wahrzunehmen.
Die Wohnung normal, ein Gewerkschaftsbau wie so oft in Hamburg:
Quadratisch im Grundschnitt, hellgrüne Fliesen aus den 70igern.
Nach 5 Minuten ist das Spektakel vorbei.
Ich verabschiede mich, zähle nochmal meine Eckdaten auf
und sage, er solle sich einfach bei mir melden,
wenn ich dem entspreche was er sich vorstellt.
Am nächsten Morgen fällt mir ein:
ich hatte keine Telefonnummer hinterlassen.
2. Besichtigung:
Geplante 3er-WG, Kiez, 20qm, 390,- warm.
Die Wohnung liegt im 6ten Stock eines Altbaus,
schon beim Besteigen der gefühlten 500 Stufen denke ich:
Nicht schlecht, gewichtsreduzierend,
jedoch schlecht für all die Helfer meines Umzugs.
Schonmal einen unauseinanderbaubaren Vollholzschrank,
3 Billy Regale und 10 Bücherkisten in den 6. Stock getragen?
Ich klingele man begrüsst mich freundlich.
Ich begrüsse freundlich zurück
und vergesse im Sympathiegedanken den harten Aufstieg.
Christian, knapp Mitte 20,
Concierge in einem der berühmtesten Hotels in Hamburg,
sucht 2 neue Mitbewohner.
Er führt mich ins Esszimmer, dort sitzt bereits ein 2ter Mann.
Ich hatte es fast geahnt,
die Lage & der Preis sprachen für ein Gruppencasting.
Andi, der 2te Bewerber (Student aus Berlin)
erzählt Anekdoten seiner WG-Suche,
ich hingegen brüste mich mit meinem Ausschnitt Beruf
und dem damit verbundenen Sozialverständnis.
Wieder ein Wohnungsrundgang, ein Glas Wasser.
Christian notiert Telefonnummern und ich vermeide es
-aufgrund der Vorerfahrung- meinen Freund zu erwähnen.
Er sagt er melde sich am Abend, spätestens am nächsten Tag.
Irgendwann an diesem Tag,
das Wochenende nach unserer Rückreise,
erhalte ich eine SMS einer Freundin,
anbei die Nummer einer Bekannten.
‘Meld dich bei ihr.’ schreibt meine Freundin
und verweist auf eine bald leere Wohnung.
Ich hader, denn eigentlich war das nicht das Ziel.
Freiheit aufgeben, sich wieder abhängig machen.
Abhängig von Kündigungsfristen, Strom, Wasser und Kabelanschluss.
Eigene 50qm die über Tage, Wochen, Monate zu viele Dinge anhäufen.
Dinge die schwer machen,
wenn die Leichtigkeit erneut dazu drängen sollte,
alles verändern zu wollen.
Andererseits, eine eigene Wohnung,
zentral in der Lage und kaum teurer als ein WG-Zimmer?!
Es gibts nichts zu verlieren. denke ich,
kontaktiere erst die Bekannte, 2 Tage später den Vermieter.
Eine Woche später unterschreibe ich den neuen Mietvertrag.
Pünktlich zum Jubiläum ’1 Jahr Hamburg’ in 4 Wochen,
werden nun also erst Kisten gepackt, dann geschleppt.
Somit kann ich die erste |Hürde| des Jahres 2012
erfolgreich von der Liste streichen und endlich richtig ankommen.
Von den beiden Mitbewohnersuchern hab ich übrigens
bis zum heutigen Tag nichts mehr gehört
und somit hab ich meine geplante Hipsterkarriere,
schon vor dem eigentlichen Beginn, wieder an den Nagel gehängt.
Wenn man bedenkt wie lange manche in dieser Stadt -teils über Monate-
nach einer ordentlichen und vor allem bezahlbaren Wohnung suchen,
muss ich mich fast schämen, wenn ich erzähle,
das meine Suche nichtmal 2 Wochen Aufwand, 3 Besuchstermine,
keine einzige Massenbesichtigung und keinen Cent Courtage ‘kostete’.
Ich kam ungewollt zu Wohnraum, wie andere zum Kind.
Gegen Glück kann man sich scheinbar nicht wehren.
Und ja: wir freuen uns. Trotzdem.
Ich also zukünftig ein Altona-Altstadtkind.
4 Minuten Gehweg zur Reeperbahn, 7 zum Nerdmännchen.
Spottend günstig. Badewanne, Balkon, Keller inklusive.
Ein 6er im Lotto im großen Scheisshaufen der Immobilienhölle Hamburgs.
Die Vorderseite der Reeperbahn.
November 20th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar
Samstagnacht, kurz vor 1/2 Eins,
als 5, scheinbar (hoffentlich), schon leicht angetrunkene Frauen Mädchen
Marke: adipöse untervögelte Hipsterstudentinnen 0.1
hinter mir einen Kiosk am Ende der Davidstrasse betreten stürmen.
‘Schnaps, wir brauchen Schnaps.’ ruft eine der Galoren schrill.
Ich stehe an der Theke, stelle meine 2 Dosen Bier ab
und krame bereits nach meinem Portemonnaie,
als eine der besagten Damen direkt auf den Tresen zugeht,
sich neben mich stellt und die Verkäuferin fragt:
‘Ist hier die Reeperbahn in der Nähe?’
Während ich -wie schon zu oft- Orr Touristen! denke
und weiter in den Weiten meiner Handtasche wühle,
guckt die Verkäuferin leicht verdutzt.
‘Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder?’ fragt sie das,
mittlerweile von den anderen Hühnern Mädchen umringte junge Deern.
‘Doch.’ sagt diese selbstsicher
und wartet erst gar nicht auf weitere Worte der Dame hinter dem Tresen,
als sich prompt eins der anderen Mädchen einmischt
und ungefragt, und ohne Punkt oder Komma losplappert.
‘Wissen Sie, wir kommen nämlich vom Dorf…’
‘Genau!’ sagt die Letztere zustimmend.
Meine Mundwinkel ziehen sich im Automatismus bereits hämisch nach oben.
‘…wir wollen auf keinen Fall etwas mit Sex, oder so!’ sprichts.
Ja ne, is klar. denke ich und spätestens an diesem Punkt
ist ein offensichtliches Grinsen meinerseits nicht mehr unterdrückbar.
Die Verkäuferin sieht mich an,
blickt erst nach rechts, dann nach links,
beugt sich dann über die Theke und flüstert:
‘Das ist hier in Hamburg aber so…’
Die Köpfe der Mädchen rutschen interessiert näher zusammen,
sie flüstert fort:
‘..und die Reeperbahn ist genau 50 m Luftline in diese Richtung.’
Sie zeigt mit dem Finger nach Links
und die 10 Brüste fangen just zu schreien, hüpfen und zu quieken an.
‘Oh Nein…!‘ ‘Wäh!‘ ‘Hilfe.‘ Wortfetzen peitschen mich.
‘Keine Angst…’
fügt die Kioskverkäuferin trotz des Lärmpegels hinzu
‘…die betreiben keine Akquise.’
Plötzliche Stille.
…und schon gar nicht mit euch. denke ich,
lege 3 Euro auf den Tresen, lächele die Verkäuferin an,
wünsche ihr noch einen angenehmen Abend und trete hinaus:
in Richtung Reeperbahn.
Samstag, 00:24 Uhr. Ich schwör.
Warum denken eigentlich immer die schrecklichsten,
hässlichsten nervigsten und dicksten Weiber,
dass man sie just zu sexuellen Handlungen zwingen wird könnte?!
Und von was träumen diese jene eigentlich wenn sie schlafen?
|Reeperbahn, Nachts um halb 1|:

Pöbeln, das wäre mal die Sache des Abends gewesen.

