Your song.

Mai 31st, 2012 § 3 Kommentare

Werte männliche Mitleserschaft,
ich möchte keine Diskrepanz üben,
aber dies ist ein ausschliesslich weibliches Faktengut,
sollten Sie dazu geneigt sich schnell zu ekeln
oder bereits bei dem Wort Menstruation Ausschlag bekommen,
so lege ich Ihnen ans Herz den nachfolgenden Text zu meiden.
Trotz der Erwähnung von prallen Brüsten:
glauben Sie mir, Sie wollen es nicht wissen.

Wie ist das eigentlich so in anderen Frauenkörpern?
Ich für meine Wenigkeit plage mich ja erst seit ca 5 Jahren
mit Menstruations- und Zyklusgeschichten.
Aufgrund einer nicht identifizierbaren Hormonstörung
kam ich erst gegen Mitte 20 in die Pubertät.
So weit so gut, man hatte sich arrangiert.
Doch mit zunehmendem Alter muss ich feststellen,
dass diese Hormonachterbahn scheinbar nicht besser,
sondern allemal immer schlimmer wird.
Mein Zyklus brauchte lange um sich einigermassen einzupendeln,
in den ersten 4 Jahren schwankte das ganze in einem 10-14 Wochen Rhythmus, zum Ende hin alle 6-8 Wochen
und vor knapp einem Jahr war ich mehr als erstaunt,
als sich mein Körper auf regelmässige 30 Tage einigte.
Wobei ich schon immer das Problem hatte
scheinbar exakt 14 Tage vorher mit PMS-Symptomen zu starten.
Man Frau kann sich denken, wie das bei einem 30 Tage Zyklus aussieht.
Schokolade und Pöbeln werden dann promt zu meinen Hauptcharaktereigenschaften.

Mit meinem früheren Gynäkologen hatte ich bereits mehrere Gespräche über den Wunsch mir einen grossteil Teil meines weiblichen Innenlebens zu entfernen.
Nach fast 10 gynäkologischen Ops innerhalb von 8 Jahren
und bereits Mitte 20 mit der Aussicht nur einer minimalsten Chance jemals auf natürlichem Wege schwanger werden zu können,
kam er mir mit mehr als sehr viel Verständnis entgegen.
Jetzt nach meinem Umzug sitze ich wohl oder übel am Schreibtisch
eines neuen Facharzt und man lacht mich tatsächlich aus.
‘Kein Mensch wird Ihnen bevor sie 40 sind die Gebärmutter entfernen.
Auch nicht gegen 8 Unterschriften.’

Ganz wenige Menschen wissen,
dass mein Exfreund und ich es in der -noch nicht bewussten-
Endphase unserer Beziehung probiert haben.
Nicht weil ich es unbedingt zu diesem Zeitpunkt wollte,
sondern nur weil ich schlichtweg Angst hatte mir läuft die Zeit davon.
Die Angst und der innerer Druck,
dass es jahrelang dauern könnte bis es funktionieren könnte
nahm mir fast die Luft zum Atmen.
Was dann geschah war ein elendiges Prozedere bei überheblichen Ärzten in einer auf Hormon- und Kinderwunsch spezialisierte Fachklinik.
Ich fuhr die Woche 3x 140km nur um mir Blut abnehmen zu lassen
und bekam ein Medikament welches zwar meine Zyklus anregte,
man allerdings nur maximal überhaupt im Leben 5 Zyklen anwenden darf,
weil sonst die Gefahr von Eierstockkrebs unabhängig des Alters massivst steigt.
Ich tat das exakt einen Zyklus lang, dann wurde der Druck zu gross.
Was wenn man jetzt alle Möglichkeiten verschiesst
und am Ende nichts mehr bleibt?
Ich glaube jede Frau die schon mal probiert hat schwanger zu werden
kann nachvollziehen wie niederschlagend der Moment ist,
wenn auf dem Schwangerschaftstest ein negatives Ergebnis erscheint.
Noch schlimmer ist es übrigens nur dann,
wenn man von einer Arzthelferin mit den Worten ‘Tut uns leid…’
angerufen wird und exakt 1 Stunde später anfängt zu menstruieren.

Der Irrsinn der jetzigen Situation ist,
das man sich sich -seit wie gesagt knapp 10 Jahren-
mit dem Gedanken anfreundet kinderlos zu bleiben.
Man zwar phasenweise verarbeitungsmässig darunter etwas litt,
sich immer mehr dem bewusst wurde, dass man bestimmt viele Talente hat,
aber das Mutter-sein scheinbar nicht dazu gehören wird.
Zu gross die Verantwortung, der Schmerz
und die ständige Angst die ein kleiner Mensch mit sich bringt,
Und überhaupt:
wie soll man sich 18 Jahre mit einem Menschen beschäftigen,
wenn man schon nicht mal mehr die Geduld für sich selbst aufbringt?!

Wie auch immer. Man fand sich ab.
Kann ja auch schön sein so ein Leben alleine.
Urlaub, Geld, 2samkeit.
Und dann lernt man -wider aller Planung-
eine Person kennen die alles wieder durcheinander würfelt.
Derjenige mich grinsen lässt,
wenn ich sehe wie er mit Kindern agiert.
Ich mir uneingeschränkt vorstellen kann,
dass die Vereinigung unserer Chromosomen
das hübscheste 50cm Ding der Welt produzieren könnte.
Das ich einmal im Leben sehen will,
wie ein kleiner Mensch auf seinem Bauch schläft.
Ich mir 9 Monate wünschen will dass es seine Haare bekommt.
Und überhaupt 9 Monate geile pralle Brüste.

Also denke ich intermittierend 5 Wochen darüber nach,
überwinde mich und offenbare ihm diesen Wunsch.
Nicht für jetzt sofort, sondern für in 2 Jahren.
Schliesslich war er der Part, der sich stets positiv den Kindern ausprach,
während ich aufgrund meiner Geschichte grundsätzlich zöger.
Keiner will Versprechen machen,
die er möglicherweise gar nicht erfüllen kann.
Zu meiner Überraschung fand er die Idee scheinbar nicht so toll wie ich.
‘Das ist in meinem Zukunftsplan momentan nicht enthalten.’ sprachs.
Es fühlte sich an wie ein Magentritt der feinsten Sorte
und ich wollte 2 Tage nichts anderes als weinen.
Obwohl ich unsere 2samkeit mehr als schätze
und es mir selbst im Moment gar nicht anders vorstellen kann.

Noch dazu habe ich mir erst vor einem halben Jahr die Spirale einsetzen lassen
und bis die sich rechnen würde, müssten noch immer 4 Jahre vergehen.
Die einzige Möglichkeit,
denn anderweitige Verhütungsmaßnahmen sind nicht machbar.

Dieses Sichergehen obwohl nicht wissen ob überhaupt,
ist das höchste Strafgut.
Lieber wäre mir ein gerader Schlussstrich,
als solch eine wankende Situation.
Ich möchte mich nicht irgendwann freuen wollen
und dabei permanent gegen eine Wand laufen.

9 Tage später sitzen wir gemeinsam an einem Tisch
und ich sage:
‘Weisst du, das mit dem Kind war ein totaler Schwachsinn.
Eigentlich hätte ich diese Woche viel lieber einen Hund.’
und muss selbst lachen.

Ich bin dermaßen gepeinigt von meinen eigenen Hormonen,
da ist die ständige Lust auf Käse, Würsten und Nutella zusammen
oder Pommes mit Eis und Schokososse
und die Tatsache das ich vor lauter praller Brüste der Schmerzen wegen nicht mehr auf dem Bauch schlafen kann, noch mein geringstes Problem.
Ganz zu schweigen von meinem Körpergefühl,
welches mir bei einem gesunden BMI von 21,3 ständig vermitteln möchte,
dass ich zu fett für diese Welt bin.
Und die Akne, ja Pickel, nicht nur manchmal sondern immer.
Und wenn grad einen Tag alles gut ist, fängt es wieder von vorne an.
Ich kenn mich:
nächste Woche wein ich wieder weil ich ein Baby will,
dass eigentlich ein Hund sein sollte
obwohl ich im Innersten schon mit einer Tafel Schokolade zufrieden wäre.
Und wenn ich die nicht haben kann dann will ich kuscheln, 24/7.

Kann man irgendetwas machen?
Wird das irgendwann besser?
Wieviel Geld bekommt man für eine Gebärmutter
auf dem polnischen Schwarzmarkt.
Und wenn ja, kann ich davon schön in den Urlaub fahren?

Gibts da etwas von Ratiopharm® pflanzliches?

‘Ich könnte den ganzen Tag weinen,
obwohl ich gar nicht traurig bin. So lustig.’

Ich bin der menschliche Prototyp der Marke Hormonstau.

Bitte Lieber Herrgott,
straf mich im nächsten Leben nicht wieder mit Eierstöcken.

No amnesty for me.

Mai 29th, 2012 § 2 Kommentare

Im
Januar um |Festivaltickets| gekämpft,
promt gestern fällt dem Nerdmännchen beim Abendessen ein,
dass exakt auf diese Tage die EM-Finalspiele fallen.

Hätte ja klappen können.
Hätte man auch vorher dran denken können.

Wir suchen jetzt also liebevolle neue Hände für unsere Tickets.
Zugegeben ganz unrecht ist mir das nicht.
Schliesslich bin ich fast 30
und man sollte seine Gesundheit nicht unnötig herausfordern.
Sex in einem Zelt war noch nie mein Ding.

‘Das muss wohl Liebe sein.’ sagt Frau Mama am Telefon.
‘Wer hier wen liebt wird noch ausdiskutiert.
Spätestens dann, wenn sich der Neuer im Finale nicht auszieht.’

#facts

Mai 27th, 2012 § 1 Kommentar


Touristenbesucher haben scheinbar Duracellbatterien im Arsch.

Für nächste Woche steht schon wieder jemand im Kalender.

Ich leide akut unter Schlafmangel,
schmerzenden Waden und fehlender 2samkeit.

Freundinnen gehen automatisch 3 Schnitt schneller,
wenn sie wissen ihr Mann ist gerade in der Herbertstrasse.

Ich hab die vergangenen 2 Tage mehr Currywurst gegessen
als in den letzten 5 Jahren zusammen.

Menschen die dich schon 1/3 deines Lebens begleiten bleiben auch den Rest.

Nachts weggestossen werden ist und bleibt noch immer erniedrigend.

Manche Form von Antwort ist eine Genugtuung.

Auf die Frage ‘Würdest du zurückkommen?’ gibt es nur eine Antwort.

Ich trag die Wasser ferner Meere.

Mai 26th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Ich
hab wunderbaren Besuch aus der Heimat,
Hamburg zeigt sich dazu von der schönsten Sonnenseite.
Wir laufen gefühlte 120km in 2 Tagen,
ich feiere das erste Mal seit langem ein Wiedersehen mit meiner Höhenangst,
sitzen am Hafen und lauschen den Sonnenuntergängen
und schwelgen lachend gemeinsam in 10 Jahren gemeinsamer Vergangenheit.



Zeitgleich stirbt plötzlich überraschender als erwartet
die Mutter meines engsten Freundes
und mir begegnet man seit der Heimkehr mit einer unsortierbaren Distanz.

Ich müsste lügen, wenn ich behaupte diese 2 Dinge würden nicht ein Gefühl von Angst gepaart mit untröstlicher Traurigkeit in mir auslösen.

Willentlich nicht steuerbare Situationen,
die einem wie Sand durch die Finger rinnen.
Und je mehr man das Bedürfnis hat etwas zu sagen,
desto mehr verlässt einen der Mut dazu.

Aber dem inneren Drang nachzugeben Nachts um 02:00 Uhr aufzustehen
und zu flüchten wäre wohl auch keine Lösungsmöglichkeit.

so far.

Mai 19th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Würde
man mich heute nach meinem letzten Schreckmoment im Leben fragen,
ich müsste tatsächlich mit:
Ich bin an einem Samstagsmorgen aufgewacht und dachte es sei erst Freitag.
antworten.

Für dich. Für dich. Für dich.

Mai 18th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Ich hab ein Lied für die Liebe
und eins für die Einsamkeit.
Für die großen Momente
|in den’ uns nichts im Leben trennte|.

Vatertag.

Mai 17th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Wie
das ist, wenn man nie einen Vater hatte.
Und trotzdem dachte man bei seinem Tod sterben 50% deiner selbst.

Sollte ich je eine Familie haben wünsche ich es mir anders.
Für das Kind und die Liebe.
Vermutlich werde ich dann jeden Tag weinen.

ausgekotzt + durchgedreht.

Mai 17th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

So
wie man sich halt fühlt nach einem Tag Migräne.
Kein Wunder auch,
wenn das Wetter binnen einer halben Stunde 4 Klimazonen durchwandert.
Die Kopfschmerzen werden dann just zum kleinsten Problem,
lieber würde man die Klosschüssel heiraten,
vorausgesetzt man findet sie dank der Sehstörungen überhaupt noch.
An Essen, PC oder gar Lesen ist nicht zu denken.
Da hilft nur das Bett, eine Extraportion Antiemetikum
und hoffentlich einschlafen.

Manifestiert hat sich das erst die letzten Jahre.
Warum auch immer. Vielleicht ist das so eine Hormonsache.
Gut, dass es mich nur 2-3x im Jahr trifft,
dafür dann aber dann scheinbar überdurchschnittlich Bombe.
Auf dem Land war das der Ruhe wegen leichter handelbar,
in der Grossstadt braucht man gar nicht erst vor die Türe gehen.
Alles zu laut, zu hell und zu schnell.
Das letzten Mal hätte ich beim Warten auf die Bahn
fast schwallartig auf die Gleise gebrochen.

Also bitte keine Vorurteile:
nicht jeder der in der U-Bahnstation Pauli kotzt ist betrunken.
Es könnte auch einfach meine Wenigkeit mit Kopfschmerzen sein.

Es hat nicht aufgehört zu regnen.

Mai 16th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Es
tut weh. Noch |immer|.
Nicht oft, aber manchmal.

Ich möchte nicht stundenlang neben meinem Mann liegen und weinen,
weil ich das schlechte Gefühl hab ich bringe jemanden auseinander.

Keine Phrase, weil du anders bedeutest.

Ich möchte das nicht.
Es wäre nicht gerecht.
All die Zeit. Zu viel dessen miteinander.

Weil ich blöderweise ein Lied hörte.
Von damals, und dem |bis nach Genua| und |weiter|.
Ich kanns nicht ändern.

Ihr würdet euch toll verstehen.

Air Life.

Mai 15th, 2012 § 2 Kommentare

Arbeitsplatz
gekündigt und noch keinen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben.

 

Oder wie eine Stewardess jetzt sagen würde:
Schnallen Sie sich bitten an, es könnte zu leichten Turbulenzen kommen.

Wo bin ich?

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