Leaving just upsets me.

Mai 10th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Zweiundsiebzig Stunden im Kreis drehen.
Gegen Gitterstäbe springen, sich einschliessen, Bomben zünden.
Alles wäre recht gewesen.
Sich 3 Abende lang betrinken, mit der Hoffnung es alles liesse nach
und der Feststellung: es lässt nicht nach, es macht allenfalls nur einen Kater.

Ich wusste selbst nicht warum warum ich plötzlich so am Rad drehte.
Der freiheitsliebende Mensch und dennoch plötzlich so befangen.
Es passte nicht. Nicht zu mir. Ich konnte es mir nicht erklären.

Bis ich gestern ohne auf die Inhaltsangabe zu achten ein Buch las.
Da war es plötzlich: die Beschreibung zum Umstand der Gefühle.
All das Grau, das exklusive Sein, der Nebel, die Verzweiflung.
Konnte ich es meinen Umstand die Tage zuvor nicht einordnen,
so wurde mir plötzlich beim Lesen der Zeilen klar,
was es für ein Gefühl war welches mich plagte.

Es hat mich unbewusst erinnert.
Da war es wieder, dieses kleine -selbst so gehasste-
verletzliche Mädchen in mir.
Das Mädchen, das alle fassadenhart nennen,
wenn man es nur flüchtig kennt.

Ich wurde meines Lebtags 2x wirklich verlassen.
Einmal war ich 6 und meine Mutter betrunken.
Das andere Mal als man ihr, knapp 20 Jahre später, ins Ohr flüsterte:
‘Wir schaffen das gemeinsam!’
und man sie keine 12 Stunden später absägte wie ein faules Bein.
Jedes jener anderen bisherigen Verlassen
war auf gewisse Art das eigene Verschulden.
Absehbar, bewusst & selbstbestimmt.

Ein Déjà-vu Momentgefühl. Nichts anderes.
Und das darf es, denn allein die Tatsache,
dass man darüber nachdenken muss um dieses Gefühl zu sortieren,
zeigt wo man hingehört. Und ich bin beruhigt.

96h später.
Ich schlafe die 16. Stunde am Stück auf der Couch,
bis mir eine innere Stimmer flüstert:
Alles ok, er hat dich nicht verlassen, er kommt wieder.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich es selbst schon wusste,
aber: |Hallo Zukunft, ich habe einen Plan|.

10 Stunden später.

Mai 6th, 2012 § 6 Kommentare

Braucht man sich gar nicht schön reden:
Schnurbselhase ist ein schauderhaftes Wort.
Abschiede sind ekelhaft
und die nächsten 20 Tage werden grausam.

Alle um mich herum schreien ‘Party!’,
ich hab eher das Bedürfnis mir Stricknadeln zu kaufen.

Hätte man vor einem Jahr behauptet,
dass ich je wieder so ernsthaft vermissen könnte,
hätte ich Kopfnüsse verteilt.
Nicht nur eine, sondern vermutlich knapp an die 100.

Vermissen. Nur anders.

April 20th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Die
Tage bevor sich ein Wiedersehen dem Ende zuneigen,
sind die gefühlt anstrengendsten Tage.

Man steht inmitten der menschenvollen Einkaufststrasse
einer fast 2 Millionen Einwohnerstadt
und wünscht sich nichts sehnlicher als um die Ecke zu biegen
und auf 3 Familienmenschen zu treffen.
Einfach so, spontan. Für einen Kaffee, vielleicht 2.
Wie aus dem Nichts verspürt man
plötzlich den Drang die Stunden vorzuspulen.
Oder auch zurück.
Um sich dann kurz kopfschüttelnd darauf zu besinnen,
dass exakt dies nicht mehr in dieser Form möglich wäre.
Und selbst wenn: es wäre nicht mehr mein Leben.

Ich stehe inmitten dieser Millionenstadt,
knapp 800 km weiter wartet man bereits.

Ich erkläre die Liebe. ein Gefühl.

März 20th, 2012 § 9 Kommentare

Jeder wartet.
Manche verschwenden Zeit des Lebens für den Prinz des einen Lebens.
Manchmal entpuppt sich der Prinz als Frosch und
von Zeit zu Zeit fällt man einfach auf getarnte Raubritter rein.
Wie in der freien Marktwirtschaft, jeder preist sich an
und am Ende bleibt nur ein geplatztes Würstchen im Ofenrohr.
Jeder will Liebe, braucht Beachtung und wünscht sich Aufmerksamkeit.
Während mir andere immer vorjammerten,
sie wünschen sich jemanden,
mit dem sie nach Feierabend die Couch teilen konnten,
war ich immer ganz froh dass mir niemand auf den Sack ging
und ich, im Gegenzug,
auch niemanden selbstverständlich an den Sack fassen musste.
Ich hatte nie ein Problem damit alleine zu sein.
Nach all den Erfahrungen die man machte
und die einem größtenteils mehr Ärger als Anderes einbrachten,
war die Relation schlicht nicht rechnend.
Ich halte mich weder für eine Emanze noch eine Männerhasserin,
es braucht nur eben ein -scheinbar schwer zu findendes- Lot.
Eine Beziehung ist kein Kompromiss,
das im Verhältnis zum Alleinsein stehen sollte.
Und solange dieses Lot nicht gefunden
wird auch die schlechteste Beziehung nicht zum Märchenschloss.
Ich wollte keine Kompromisse mehr, kein Nichtreden, keinen schlechten Sex zumindest nicht zum Aufwand einer Beziehung.
Zu wider all die erfahrene Oberflächlichkeit.
Mag kommen und gehen wer will, aber bleiben braucht er nicht.
Danke.

Männer streifen das letzte Jahr.
Neue Stadt, neues Fickglück.
Mal mehr, mal weniger eindringlich mit Nachwirkung,
aber immer mit dem Wunsch nach der eierlegenden Wollmilchsau in Bettperfektion.

Irgendwann gab ich auf.
Nicht weil es kein Amusement machte und/oder Erfahrung brachte,
sondern weil ich es leid war. All das Drumherum.
Weil ich all diese Machtspielchen leid war.
Immer die gleiche Scheisse, nur in anderen Grünnuancen.
Insgeheim wage ich sogar -heute hier und jetzt- die leise Behauptung:
die meisten Männer können nicht damit umgehen,
wenn eine Frau klar sagt, sie möchte nur Sex das Angenehme.
Auch wenn diese jenen benannten meisten Männer jetzt sicher das Gegenteil behaupten würden.
Vielleicht ist diese Statistik aber auch einfach nichtig,
denn Kopulationspartner die man an einer Hand abzählen kann
machen das Pferd nicht fett.
Und nein, nicht weil es an Gelegenheit mangelte,
sondern schlichtweg am Mangel der Gehirnmasse des Gegenübers.
Ich höre lesende Männer leise pfeifen:
Als Frau kann man doch jeden haben!
Stimmt, dem kann ich leider nur zustimmen.
Aber, will man das wirklich?!
Sexuelle Verzweiflung hat sicher Grenzen. Sicher.
Und wenn es nach mir geht ist es die Blut-/Hirnschranke.
Wie dem auch sei.
Ich für meinen Teil hatte die Nase voll,
beschäftigte mich nachfolgend mehr mit Kamera und Buch,
als dem Thema Penis.
Ich stand um |03:30 Uhr| auf um Fotos zu schiessen
und fuhr stundenlang im Kreis der U3 um ein Buch zu lesen.

‘Du setzt dich in die U-Bahn um zu Lesen?’
war damals einer seiner Fragen.
‘Ja ich tue das. Desöfteren sogar.’ antworte ich.
‘Ist ja verrückt…’
Das meint übrigens jeder dem ich das erzähle.
Er war der Letzte. Ein Rest von dem,
was sich zwischen 200 anderen in meinem Postfach tummelte
und deren meisten Antworten ich schlichtweg gelangweilt war.
Wir tauschten Telefonummern.
Er rief mich am gleichen Abend an, ich saß in der U-Bahn
und trug meine |Sporthose|.
Wir verbrachten eine halbe Nacht in der Schanze. Redend.

Und die Dame staunt nicht schlecht,
als er sie auch die nachfolgenden Abende nicht mit nach Hause nahm.
‘Nimm das als Kompliment!’ sagte eine Freundin damals.
‘Tss, so ein Schwachsinn.’ antwortete ich,
sehe mich noch immer kopfschüttelnd und möchte mit:
‘Sowas ist mir ja noch nie passiert!’ protestieren.

Wir sahen uns nachfolgend nahezu jeden Tag,
wussten aber scheinbar beide nicht wirklich wo uns das hinführen sollte.
Und während andere schon vom Wir sprachen,
war ich noch immer unsicher.
Ich muss zugeben ich war angetan, aber das Booom! blieb aus.
Viel mehr war es eine innere Verbundenheit, ein tägliches Bedürfnis.
Wir reden über Alles und ich erkläre ihm alles Vegangene.

Wenn ich an die Anfangszeit zurückdenke,
mit einem Lächeln und all der |Unsicherheit|,
trotz einem Übermass an einem Ego beiderseits,
wage ich zu behaupten, dass ich das in der Form noch nie erlebt hab.
Ein langsames, so aufkommendes Gefühl.
Mit der wohlwollenden Zuneigung, dass es sitzt.
Wider all der Oberflächlichkeit, dem Gehabe und Machtgefühl.
Wir reiben von Zeit zu Zeit, ebenso wie manch andere
und das ist auch gut so,
denn die Vergangenheit hat gezeigt,
dass Harmonie zwar angenehm, da einfach,
jedoch nicht zum Ruhm führt, wenn alles daran glatt herabläuft,
man weder über sich, noch das Wir oder über Sexualität spricht.
Ebenso der jene Fakt, dass ich gerade ich gerade in einer mehr als unerträglichen Lebensphase bin machen Tatsachen nicht leichter.

Menschen -aus dem alten Leben- die ihn kennenlernen durften,
weil er mich nach Bayern zu meiner Familie begleitet hat,
sprechen von:
‘…und wenn er der einzige Grund ist, warum sie nach Hamburg gehen musste,
dann hat es sich bereits gelohnt…’
‘Der 6er im Lotto.’ wie eine alte Freundin mir am Telefon flüstert.

Scheinbar ist dieses lieben ein Gefühl welches sich nicht beschreiben lässt.
Und eines, nachdem man nicht suchen darf. Jenes, tief aus der Mitte.
Dieses:
er macht, dass ich im Halbschlaf lächel,
wenn er um 05:00 Uhr nicht mehr schlafen kann
und er vergebens versucht, möglichst leise zu hantieren.
Er macht, dass ich mir den ganzen Sonntag Fussball anschauen kann,
obwohl ich dafür seither nie Interesse hatte.
Er macht, dass ich, in öffentlichen Verkehrsmitteln,
-obwohl gänzlich wider meiner eigentlich geplanten Lebensweise-
kleine, grossäugige Säuglingen anstarre.
Er macht, dass so schlimm die Situation im Moment,
ich nirgendwo anders sein will.

Wer -wenn nicht ich- hätte an sowas am wenigsten geglaubt?!
Und ja, keine Sorge, mittlerweile nimmt er mich auch mit nach Hause.
Scheinbar zu gern sogar.

 

Nur ein Gefühl das ich so habe, wenn ich Nachts wach liege,
er mit dem Rücken zu mir liegt und ich seinen Haaransatz beobachte.

[Ich denke mir nichts aus, nur nach, wie ich es |formulier|...]

Ich führe Feder.

März 14th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar


Ein Liebesbrief.

12 Jahre alt und noch immer jede der |332 Sekunden| wert.

Nachts, wenn alle schlafen.

Februar 21st, 2012 § 1 Kommentar

Heimat, damals.

Februar 16th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Die Zeit vergeht wie im Fluge.
Erinnerte mich just Frau Mama am heutigen Tage daran,
dass der Heimatbesuch fast auf den Tag 4 Wochen her sei.
Richtig, Heimatbesuch. Das 1te Mal nach fast einem Jahr.
Mann muss zugeben, der Gedanke liegt nicht fern,
dass wenn man einen Flug Richtung Dubai bucht, 
auch gleich einen Zwischenstopp in München macht. Klar.
Eingeweiht nur der engste Kreis.
Und selbst beim Landevorgang war ich mir nicht sicher,
ob ich mich damit nicht grob um ein halbes Jahr verschätze.
Dieser Gedanken allerdings war schnell verflogen,
als der 3/4 Familienbegrüssungstrupp im Sichtfeld erschien
und mir uns fröhlich zuwinkte.

48 Stunden alte Heimat.
Ich treffe gefühlt 200 Menschen und hab doch nicht jeden gesehen,
treffe auf alte Kollegen und sie tragen mich kurz. <3
Ich integriere das Nerdmännchen
-seines Zeichen eingefleischtes Nordlicht-
in den bayrischen Familienbrauchtum,
ernte die Aussage: 'Du? Hier? Kaum vorstellbar!'
und konfrontiere mich im Gegenzug mit der Vergangenheit.
Ich würde lügen wenn ich behaupten würde
es hätte nicht leicht an der Oberfläche gekratzt
inklusive einem Tropfen Wehmut.
Die Anspannung selbstgefühlt teils galaktisch,
immer im Hinterkopf der Gedanke, man könne auf eine Mine treten:
der alte Wohnort, der Ex-Arbeitsplatz.
Das Wissen um die Stetigkeit plus die Gewohnheit mancher, tut das Übrige.
Die entschädigende Entlohnung:
man überrascht alt-geliebte Menschen mit der Tatsache, dass man einfach unvorgewarnt und plötzlich an einem Tag im Januar in der Tür steht.
Gesichtsentgleisungen die man nur zu gern auf Bild gebannt hätte.
Dennoch: es hätte keinen Tag früher passieren dürfen.

Für manche nur 800km, für mich eine Weltreise.

Weisst du noch? Ich und die Einöde, damals.

Der nächste Anflug in Planung.
Frau Mutter zählt schon Tage.

KW 48.

Dezember 1st, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

5 Arztermine.
2 Orthopäden.
7 Nadeleinstichstellen, 25 Tabletten.
2 Infusionen, 1 EKG.
Noch immer Schmerzen.
1 Allgemeinarzt, 1 Gynäkologe, 1 Anästhesist.
1 Op-Termin.
Die Bilanz: Kommt eins, kommt alles.

Ich erkläre diese Woche offiziell schon Heute für beendet.
Schnauze voll.
Im Jahr 2012 werde ich -statistisch gesehen-
keine einzige Arztpraxis mehr betreten müssen.

23 Tage bis Weihnachten:
Statt einem Adventskalender für mein Ego,
investiere ich das Geld in einen Vorratspacken Windeln
und spende diesen einem |Hintz & Kuntz| Verkäufer und seiner Familie.

Apropos Familie:
Nach 222 Tagen ungesehen, weniger als 24h bis zur Wiedervereinigung.

Wer braucht schon ein Weihnachtsfest Datum,
wenn es das grösste Geschenk bereits 22 Tage vorher gibt?

Oh Hamburg.

Oktober 19th, 2011 § 1 Kommentar






//Planten un Blomen

…und wenn ich diesen jenen Herbst -in dieser jenen Stadt-
schon so unglaublich wunderschön finde,
möchte ich gar nicht erst wissen wie der Frühling werden soll,
von dem hier alle so bedingungslos schwärmen.

Was würde Herr Kinski ich jetzt tun?

September 6th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar


|Man| versucht mich zu entschleunigen.
Wer den Fehler findet darf ihn behalten.

Wo bin ich?

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